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Die zufällige Entdeckung des René-Maurice Gattefossé?

Entgegen dem, was man bislang in der einschlägigen Aromatherapie-Literatur fand, entdeckte René-Maurice Gattefossé die heilsame Wirkung des Lavendelöls nicht rein zufällig. Dem französischen Chemiker war die Heilwirkung von Lavendel bereits geläufig, als ihm bei einer Explosion in seinem Labor brennende Flüssigkeit auf die Haut gelang. Er versuchte die Brände zu ersticken, indem er sich auf dem Rasen wälzte. Seine Hände waren jedoch bereits von sich schnell entzündendem Wundbrand übersät. Gattefossé wusste damals schon, dass naturbelassenes Lavendelöl eine gewisse Heilwirkung besaß und versuchte seine Brand-Wunden mit dem Öl zu behandeln. Bereits nach kurzer Zeit beobachtete er, wie das Lavendelöl den Wundbrand des Gewebes stoppte. Daraufhin befasste er sich intensiver mit der Wirkung und Anwendung von ätherischen Ölen.

Der Arzt Dr. Jean Valnet kannte die Forschungsergebnisse von Gattefossé und machte sich diese als Sanitäter im zweiten Weltkrieg zunutze, als nicht ausreichend Medikamente zur Verfügung standen. Dr. Valnet setzte naturbelassene ätherische Öle zur Desinfektion und Heilung von Wunden ein. Das verlief so erfolgreich, dass er sich der Aromatherapie verschrieb und später zahlreiche Ärzte im Bereich Aromatherapie ausbildete und seine Erkenntnisse über die Aromatherapie in Büchern veröffentlichte. Er trug wesentlich zur Verbreitung der Anwendung bei. Seine Schülerinnen Marguerite Maury und Micheline Arcier führten die Aromatherapie in England ein.